Marvels neuester Avengers-Neustart beginnt mit einem Team, das sich nach den Ereignissen von Avengers: Armageddon zusammenfindet. Da die alte Garde nicht mehr zur Verfügung steht, springen Spider-Man, Wolverine, Miracleman und eine geschwächte Captain Marvel ein, denn die Welt braucht wieder Helden. Das erste Heft zeigt ihr Zusammenkommen als Reaktion auf die Umstände und nicht als Ergebnis einer geplanten Rekrutierungsaktion.
Autor Chip Zdarsky und Zeichner Marco Checchetto übernehmen die Serie, nachdem sie bereits gemeinsam an Daredevil gearbeitet haben. Zwar erinnert die neue Besetzung an Elemente der New Avengers von Brian Michael Bendis, doch laut der Rezension gibt die Geschichte der Aufstellung eine eigene Begründung und wiederholt nicht einfach diesen früheren Abschnitt.
Zdarsky stellt früh eine Verbindung zwischen Matt Murdock und Carol Danvers her, die sich an eine Welt anpasst, in der ihre Kräfte geschwächt sind. Auch Spider-Man spielt als moralischer Anker des Teams eine zentrale Rolle. Frustriert über die Abwesenheit der Avengers und die kühle Haltung der Öffentlichkeit gegenüber Superhelden wird er zu einer wichtigen Stimme in einem Moment, in dem die Gruppe neu aufgebaut werden muss.
Checchettos Zeichnungen wechseln zwischen intimen Charakterszenen und groß angelegter Action; Matt Wilsons Farben verleihen ihnen sowohl Wärme als auch gelegentlich eine unheimliche Note. Das Heft greift außerdem den aktuellen Zustand von Marvels Figuren und jüngere Handlungsstränge auf, darunter Zdarskys Arbeiten an Armageddon und Captain America, ohne diese Verbindungen zu einer Hürde für Leserinnen und Leser zu machen, die nicht jeden damit zusammenhängenden Titel verfolgt haben.
Das Ergebnis ist ein starker Auftakt für die neu gestartete Serie. Die Rezension hebt die Dynamik zwischen den Figuren, die Zeichnungen und den Umgang mit der Marvel-Kontinuität als Gründe hervor, die neue Richtung vielversprechend zu finden.
Quellen: IGN.
