Die Netflix-Animationsserie Bass X Machina erzählt die Geschichte von Bass Reeves neu, einem echten entflohenen Sklaven, der im Indianerterritorium Deputy U.S. Marshal wurde. Die von LeSean Thomas und Studio Mir geschaffene sechsteilige Serie verbindet Western-Drama mit Mechs, Magie und von Anime inspirierter Action.
Brian Tyree Henry spricht Bass, der seine Geschichte als Kopfgeldjäger beginnt und noch einen letzten Auftrag erledigen will. Ihm wird eine feste Stelle als Gesetzeshüter angeboten, wenn er Eugene Starr aufspüren kann, einen Ingenieur mit bemerkenswerten technischen Fähigkeiten. Eugenes Nichte Dana, gesprochen von Tati Gabrielle, schließt sich der Suche an und bringt ein Arsenal an Gadgets sowie ihre Überzeugung, Gewalt zu vermeiden, in eine brutale Welt ein. Bass wiederum hat einen kybernetischen Arm, der magische Kugeln abfeuert.
Die Serie spielt nach dem Bürgerkrieg, als konföderierte Veteranen unter der Führung von General Rivenbark den fragilen Frieden bedrohen. Bass gerät außerdem mit den Heiligen Menschen aneinander, einer Gruppe von Frauen der Choctaw Nation, die die Elemente kanalisieren können. Ihre Kämpfe bieten Studio Mir Gelegenheit für aufwendige animierte Choreografien, in denen Elementarangriffe auf Schusswechsel und mächtige Kriegsmaschinen treffen. Die Rezension merkt an, dass die 3D-Animation in den letzten beiden Folgen visuell weniger wirkungsvoll ist als im Rest der Serie.
Bass X Machina setzt sich auch mit Rassismus und Gewalt in der Geschichte der USA auseinander, darunter den Massakern an den Fünf Stämmen. Im Mittelpunkt steht Bass’ innerer Konflikt, während er die Sehnsucht nach Rache gegen den Schaden abwägt, den sie dem Frieden zufügen könnte, zu dessen Aufbau er beigetragen hat. Die übergreifende Aussage der Serie lautet, dass sich der Kreislauf der Gewalt nur durchbrechen lässt, wenn man sich der Vergangenheit stellt und zugleich versucht, eine bessere Zukunft zu schaffen.
Auch die Musik ist ein besonderes Highlight. Janelle Monáe spricht Bass’ Frau Glory und schrieb das eigens für die Serie komponierte Titellied. Die Komponisten Roman GianArthur und Nate Wonder verbinden vertraute Westernrhythmen mit einem schnelleren Tempo, das zur Action der Serie passt.
Bass X Machina ist auf Netflix im Stream verfügbar.
Quellen: Polygon.